Einzelteile der Außenhülle

Die gesamte Außenhülle überträgt die durch die Anlagentechnik erzeugte Wärme an die Außenluft. Die Außenhülle besteht aus vielen Einzelteilen, die insgesamt das Gebäude und somit das sie schützende Haus bilden.

  • Wände: Die Wände stellen in den meisten Fällen die größte Fläche zur Außenluft. Deshalb ist diese Fläche bei der Sanierung besonders zu betrachten
  • Dach/oberste Geschoßdecke: Die Wärme steigt nach oben. Dies ist ein besonderer Grund hier auf eine besonders gute Dämmung zu achten bzw. diese zu installieren. In einem ungenutzten Dachboden ist die Dämmung vergleichsweise kostengünstig zu installieren,  hat eine vergleichbare große Wirkung. Im Zusammenhang mit einer Nutzung oder Nutzungsänderung der Dachfläche bzw. Des darunter befindlichen Dachraums, ist die Dachfläche die Hülle bildende Aussenseite und miss dementsprechend gedämmt werden.
  • Keller/Kellerdecke/Bodenplatte: Der Keller  oder Teile des Kellers sind unbeheizt. In diesen kann es sinnvoll sein die Kellerdecke zu dämmen, um den Energieverlust aus den beheizten Räumen zu verringern.
  • Fenster/Türen: Diese sind Bauteile bilden die Öffnungen im Bauwerk. Fenster und Türen lassen Licht ins dunkel und gestatten uns den Blick nach draußen. Die U-Werte von Fenstern und Türen sind wesentlich ungünstiger als vom Rest des Bauwerks,  deshalb müssen diese besonders betrachtet werden,  vor allem bei einem besonders großen Flächen-Anteil. Diese Bauteile lassen nicht nur Wärme aus dem Gebäude, sondern sorgen bei entsprechender Ausrichtung für solare Gewinne.
  • Wärmebrücken: Die Wärmebrücken finden sich vor allem an auskragenden Bauteilen, die aus der thermischen Hülle herausragen. Es kann sich auch um Undichtigkeiten in der thermischen Hülle handeln, die es aufzuspüren gilt. Diese werden oft vernachlässigt, können aber erhebliche Folgen in der Betrachtung des Gesamtsystems haben. Wärmebrücken sollen durch die energetische Sanierung beseitigt werden.

Anlagentechnik

Die Anlagentechnik dient, neben den solaren Gewinnen, als Herzstück zur Wärmeversorgung und zur Warmwasserbereitung. Die Anlagentechnik dient dazu eine für die Nutzer angenehme Raumtemperatur zu erzeugen. Hier werden die Räume entsprechend der Nutzung beurteilt.

  • Kategorisieren der Heizungsanlage: Einzelraumheizung, Zentralheizung,  Mischformen, Übertragungsflächen
  • Ölheizung
  • Gasheizung: Heizwerttherme, Brennwerttherme, Heizkessel
  • Wärmepumpen: Hier werden die Systeme nach Gewinnung und Übertragung der Energie unterschieden. Luft/Luft, Luft/Wasser, Sole/Wasser. Die verschiedenen Kombinationen unterscheiden sich enorm in der Effizienz.
  • Pellet/ Festbrennstoffheizungen: in diesen Kesseln wird Holz bzw. Pressholz aus Abfällen verbrannt. 

Regenerative Energien

Hiermit sind Energieerzeuger gemeint, die mit Solarenergie- bzw. Umweltenergie arbeiten bzw. diese umwandeln.

  • Solarthermie: Die Solarthermische Anlage dient dazu Sonnenwärme in Wasserwärme umzuwandeln. Das warme Wasser wird sinnvoller Weise in einem Speicher aufbewahrt,  bis es durch zum Beispiel am Abend genutzt wird. Bei entsprechender Auswahl von Speicher und Anlagengröße kann die Solaranlage auch zur Beheizung genutzt werden.
  • Photovoltaikanlagen: In diesem System wird Solarstrahlung in elektrischen Strom umgewandelt. Abhängig vom System gibt es die Möglichkeit den Strom direkt ins Netz des Netzbetreibers einzuspeisen oder in einem Stromspeicher für die eigene Nutzung zwischenzuspeichern.
  • Wärmepumpen: Die Wärme der Luft oder des Erdreichs wird entzogen und zur Erwärmung von Wasser im Heizsystem genutzt. Das Temperaturniveau ist relativ niedrig, weshalb diese Systeme am besten mit Fußbodenheizungen funktionieren.

Lüftung

Eine funktionierende Lüftungsanlage ist vor allem nach der energetischen Sanierung unumgänglich,  da das Gebäude durch den Einbau von Dämmungen und den Einbau neuer Fenster dicht abgeschlossen wird.

  • Zentrale Lüftung mit und ohne Wärmerückgewinnung: Für die Systeme müssen Lüftungsleitungen verlegt werden,  diese bieten allerdings eine hohe Effizienz,  vor allem wenn die Funktion der Wärmerückgewinnung genutzt wird.
  • Dezentrale Lüftung mit und ohne Wärmerückgewinnung: Auch eine dezentrale Lüftung kann mit Wärmerückgewinnung ausgeführt werden. Hierfür werden Einzellüfter über eine Steuerleitung miteinander verbunden. Über die Steuerleitung kommunizieren die Geräte miteinander und laufen gegenläufig zueinander.
  • Werden mehr als 50% der Fenster ausgetauscht ist es unumgänglich ein Lüftungskonzept zu erstellen, um für ausreichend Frischluft zu sorgen.