Im Gegensatz zur Gesamtsanierung ist es auch möglich einzelne Maßnahmen durchzuführen. Diese können die Außenhülle betreffen oder die Heiztechnik.

Die Außenhülle bedeutet Fenster & Außentüren, Dach und Gauben, Außenwände und Boden zum Keller oder Erdreich. Für die Außenhülle wird derzeit durch die Bafa ab einer Investitionssumme von 2.000 € mit 20% gefördert. Durch die vorhergehende Erstellung eines Sanierungsfahrplan erhalten sie einen zusätzlichen Bonus von 5% auf Maßnahmen die im iSFP benannt sind.

Für die Sanierung der Heiztechnik wird durch die Bafa nur gefördert, wenn der regenerative Anteil deutlich erhöht wird. So wird z.B. der Austausch von einer Ölheizung zu einer reinen Gasheizung nicht gefördert. Erst wenn hierzu z.B. eine Solarthermieanlage hinzukombiniert wird. Die Förderung beginnt hier bei 30% und geht bis zu 45%, je nach gewählter neuer Heizung und dem regenerativen Anteil. Durch die vorhergehende Erstellung eines Sanierungsfahrplan erhalten sie einen zusätzlichen Bonus von 5% auf Maßnahmen die im iSFP benannt sind.

Auszug von der Bafa-Homepage

Investitionsvolumen und Höhe der Förderung

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 2000 Euro (Brutto). Der Fördersatz beträgt 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

Die förderfähigen Ausgaben für energetische Sanierungsmaßnahmen von Wohngebäuden sind gedeckelt auf 60.000 Euro pro Wohneinheit.

Bei Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme als Teil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich.

Wer darf einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind:

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften
  • freiberuflich Tätige
  • Kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Gemeinde- und Zweckverbände, sowie rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, sofern diese zu Zwecken der Daseinsvorsorge handeln
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, zum Beispiel Kammern oder Verbände
  • gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen
  • sonstige juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften

Die Antragstellung erfordert die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (EEE). Einen EEE in Ihrer Nähe finden Sie auf der Seite der dena unter »Informationen zum Thema«.

Fördergegenstand Heizung

Gefördert wird:

  • Gas-Brennwertheizung (Renewable Ready)
  • Gas-Hybridheizungen
  • Solarkollektoranlagen
  • Biomasseheizungen
  • Wärmepumpen
  • Innovative Heiztechnik auf Basis erneuerbaren Energien
  • Erneuerbare Energien-Hybridheizungen (EE-Hybride)
  • Gebäudenetze und Anschluss an eine Gebäude- oder Wärmenetz
  • Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags Erneuerbarer Energien
  • Gasbrennwert-Heizungen (Renewable Ready) mit 20 %
  • Gas-Hybridheizungen mit 30 %
  • Solarthermieanlagen mit 30 %
  • Wärmeübergabestation eines Netzes mit einem Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 25 % mit 30 %
  • Wärmeübergabestation eines Netzes mit einem Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 55 % mit 35 %
  • Wärmepumpen mit 35 %
  • Biomasseanlagen mit 35 % (bei besonders emmisionsarmen Biomasseanlagen erhöht sich der Zuschuss um 5 Prozentpunkte)
  • Erneuerbare Energien-Hybridheizungen (EE-Hybride) mit 35 %